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Arnoldiner setzen Zeichen der Freundschaft
Solidarität mit Frankreich

„Wir bitten um Frieden und für ein friedvolles Zusammensein.“ Dies ist eine Zeile aus dem Gebet, das am Freitagmittag auf dem Sportplatz des Arnold-Gymnasiums David Acksteiner, Roxana Reuß und Julian Lenz sprachen. Nach den Terroranschlägen von Paris am Freitag vergangener Woche haben die mehr als 660 Schüler des Gymnasiums zusammen mit Lehrern, der Stadt sowie dem Partnerschaftskomitee von Neustadt ihrer Solidarität mit Frankreich sowie ihrer Anteilnahme Ausdruck gegeben. Von den Jugendlichen und den drei Schülersprechern sei die Solidaritätsaktion ausgegangen, erklärt Schulleiter Karlheinz Schoofs. „Sie wollten mehr tun, als nur an der europaweiten Gedenkminute am vergangenen Montag teilnehmen.“



In der sechsten Stunde am Freitag, 20 Minuten nach zwölf Uhr, versammelten sich die Schüler auf dem Sportplatz vor der Schule. „Es lebe die Freundschaft“ und „Wir sind bei euch“ lauteten die Botschaften, die die jungen Leute in französischer Sprache in die Höhe hielten. Vor der Menge waren die französische Trikolore, die Europafahne und die Flagge Deutschlands zu sehen.

Besonders jene Schüler, die schon am Austausch mit dem Gymnasium Ecole Sainte Catherine in Neustadts französischer Partnerstadt Villeneuve-sur-Lot teilgenommen haben, seien betroffen und bestürzt über die Terroranschläge der vergangenen Woche, sagte Studienrätin Stephanie Fieblinger. Über die sozialen Netzwerke hätten sich die Bilder der Anschläge rasend schnell verbreitet, ebenso wie Trauer und Angst aus Villeneuve-sur-Lot und Niort das Arnold-Gymnasium erreicht hätten. Alle Französisch-Lerngruppen der Schule gestalteten in den vergangenen Tagen Blätter in den Farben der Trikolore mit Wünschen und Worten der Anteilnahme. Man bete für die Opfer, ihre Familien und für das Land, heißt es dort.

Mit Villeneuve-sur-Lot sind in der Zeit von Februar und April nächsten Jahres wieder Schülerbesuche und Gegenbesuche geplant. Wie Stephanie Fieblinger sagte, würden diese Reisen nach dem aktuellen Stand der Dinge nicht stattfinden können. „Das französische Bildungsministerium hat aktuell alle Klassenreisen untersagt.“ „Die Nachrichten und Bilder der letzten Tage aus Paris haben sprachlos gemacht“, sagte Karlheinz Schoffs auf dem Sportplatz. An solchen Tagen sei man dem Terror hilflos ausgeliefert. Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD) stellte fest, dass mehr als Gesten und Solidarität leider nicht möglich seien. „Der Krieg, der weit weg gewesen ist, ist jetzt bei uns in Europa.“ Mit den Freunden in Frankreich sei man in der Trauer vereint.

Klaus Eichhorn,Vorsitzender des Partnerschaftskomittees, zitierte vor den Schülern aus einem Brief des Städtepartnerschaftsvereins Villeneuve-sur-Lot: Die europäischen Länder müssten diese barbarischen islamistischen Horden stoppen; die Terroristen, die das Fußball-Länderspiel Frankreich – Deutschland zu einem Blutbad machten, seien nicht würdig, zur menschlichen Rasse gezählt zu werden, heißt es.

Das Arnold-Gymnasium wird die gestalteten Trikoloren, ein Bild der Aktion auf dem Sportplatz und Briefe an das Ecole Sainte Catherine in Villeneuve-sur-Lot sowie an die Schule Collège Gérard Philipe in Niort senden und „zeigen, dass wir in diesen schweren Tagen mit ihnen zusammenstehen“.

Christoph Winter, CT

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